R.a.W.
Rock am Wasserturm e.V. (RaW e.v.)
Wir veranstalten alljährlich ein Rockfestival auf der Insel Hermannswerder, das der Integration von Menschen mit Behinderung dient.
Bei “Rock am Wasserturm” handelt es sich um eine Musikveranstaltung, bei der mehrere Bands ehrenamtlich auftreten. Das Festival findet jedes Jahr im Juni auf dem Gelände der Hoffbauer-Stiftung, Potsdam Hermannswerder statt.
Ziel der Veranstaltung ist die Integration von Menschen mit Behinderung zu fördern. Die Veranstaltung soll einen Rahmen bieten, in dem Menschen mit Behinderung einerseits die Möglichkeit haben, den Auftritt mehrerer Bands zu erleben und andererseits Menschen ohne Behinderung die Möglichkeit der Begegnung gegeben wird. Ziel ist der Abbau des Randgruppencharakters. Nicht zuletzt hat jeder die Gelegenheit einen schönen Tag mit Musik, Grillen und anderen Extras zu verbringen.
Der Veranstalter ist unser eigens hierfür ins Leben gerufene, gemeinnützige Verein “Rock am Wasserturm e.V.”. Die Projekte des Vereins werden finanziert durch Spenden und die Einnahmen der Veranstaltungen. Das Hauptprojekt ist das alljährliche “Rock am Wasserturm”-Festival.
Was machen wir?
Zur Arbeit des Vereins: * Der Verein veranstaltet nach Möglichkeit jährlich ein integratives Musikfestival für Menschen mit und ohne Behinderung. Hierbei treten mehrere Bands verschiedener musikalischer Stilrichtungen auf. Parallel finden Showeinlagen wie beispielsweise Bikershows statt. Außerdem gibt es ein angemessenes gastronomisches Angebot. * Beim Publikum wird ein gleichmäßiges Verhältnis zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen angestrebt. * Auch bei musikalischen und sonstigen Auftritten wird gehandicapten Menschen die Gelegenheit zur Mitarbeit und Unterstützung ermöglicht. * Ziel der Veranstaltung ist es auch nichtbehinderten Menschen die Möglichkeit zur Begegnung zu geben und so Vorurteile und dem Randgruppencharakter vieler behinderter Menschen entgegenzuwirken. * Die Planung des diesjährigen Projektes ist im vollem Gange und erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Hoffbauer-Stiftung, auf deren Gelände sie wieder stattfinden wird. * Des Weiteren möchte der Verein, je nach eigenen Möglichkeiten, anderen Veranstaltungen des gleichen Charakters und des gleichen Grundgedanken i.S.d. Satzung, die von Dritten durchgeführt werden, Unterstützung anbieten. Dies könnte beispielsweise auf finanzielle, materielle oder organisatorische Weise geschehen. Zum Namen: * Der Name des Vereins ist in Anlehnung an das erste Projekt einiger Mitglieder (Rock am Wasserturm – das ist nur der Anfang) im Jahre 2002, noch vor Gründung, gewählt. Er soll an die erste Veranstaltung und die ideelle Grundlage aus dem sie entstanden ist, nämlich dem Willen zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderung, erinnern. * Der Wasserturm wurde hier zum Symbol gemacht, da die erste Veranstaltung auf dem Gelände der Hoffbauer-Stiftung auf einer Wiese vor dem dort gelegenen Wasserturm stattfand. * Die Assoziation zu ähnlichen Veranstaltung wie “Rock am Ring” oder “Rock im Park” ist zufällig aber für die Sache nicht hinderlich, da es bei dem ersten Projekt darum ging, Menschen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen, die Möglichkeit zu bieten an Veranstaltungen dieser Art (Open-air-Rockfestivals) Teil zu haben, was vorher nicht ohne weiteres möglich war. Eine direkte Verbindung existiert nicht.
So fing alles an (die Biografie) …
Entstanden ist die Idee zum “Rock am Wasserturm Festival” im Winter des Jahres 2001, als Manu, Molle und Boschi bei einem Spaziergang im Neuen Garten mit einigen Bewohnern aus dem Wohnheim für Menschen mit geistiger und Mehrfachbehinderungen der Hoffbauer-Stiftung und des Wohnheims am Pfingstberg vom Sommer träumten.
Die Themen waren Musik, Sommer und Open-air-Konzerte. Gleichzeitig sah man aber auch die Schwierigkeiten für Menschen mit geistiger- und Mehrfachbehinderung, zu dieser Form von Unterhaltung Zugang zu bekommen. Hieraus entstand die Idee eines integrativen Rockfestivals, um Menschen mit Behinderungen das Erlebnis eines Rockfestivals zu ermöglichen. Das Rockfestival sollte ein Begegnungsort für Menschen mit und ohne Behinderung sein. Schließlich stieß Karsten, der ebenfalls am Pfingstberg arbeitete als weiterer Initiator hinzu.
Die Idee fand auch unter Freunden, Kollegen, dem Stiftungsdirektor der Hoffbauer-Stiftung Frank Hohn und beim Vorstand schnell Begeisterung. Viele Leute zeigten sich bereit die Veranstaltung nach ihren Möglichkeiten zu unterstützen, so leistete die Stiftung Hilfestellung was Sachleistung und einen Teil der finanziellen Mittel anging. Händler gaben Rabatte und nicht zu letzt traten die Bands nur gegen eine Unkostenpauschale auf. Eine große Zahl an ehrenamtlichen Helfern aus dem Freundes-, Kollegenkreis sowie einige Bewohner des Wohnheimes für Menschen mit geistiger und Mehrfachbehinderungen der Hoffbauer-Stiftung fanden sich in der letzten Vorbereitungsphase, sowie am Tage der Veranstaltung zur Unterstützung zusammen.
Nicht zuletzt soll hier auch die ca. 20-Mann-starke Bikertruppe genannt werden, die sich um die Sicherheit kümmerte und mit Festivalbesuchern in den Pausen Ausfahrten unternahm.
Die Veranstaltung fand schließlich am 29.6.2002 unter dem Motto
“Rock am Wasserturm – Das ist nur der Anfang” auf dem Gelände der Hoffbauer-Stiftung, direkt am Wasserturm statt. Es traten fünf Bands in einem Zeitraum von 13-22 Uhr auf. Die Zahl der Festivalbesucher belief sich auf etwas über 300 Personen. Der Gedanke der Integration von Menschen mit Behinderung konnte aus unserer Sicht teilweise umgesetzt werden. Die Stimmung war ausgelassen, fröhlich und es war für alle Beteiligten ein Erlebnis.
Nach dem Erfolg des ersten Festivals setzten sich die Initiatoren Steffen Bosch und Matthias Molkentin mit einigen ehrenamtlichen Helfern / Festivalbesucher sowie Frank Hohn als Vertreter der Hoffbauer-Stiftung zur Auswertung zusammen. Gemeinsam wurde die Fortführung des Festivals “Rock am Wasserturm” beschlossen. Am 21.03.03 wurde der “Rock am Wasserturm e.V.” im Discokeller des Wohnheims der Hoffbauer-Stiftung gegründet. Gründungsmitglieder waren: Frank Hohn, Matthias Molkentin, Steffen Bosch, Torben Schwanke, Enrico Schmidt, Stefanie Eichendorf, Annika Fesser, Franziska Blaschzik, Kristin Herzog, Monika Meyer, Michael Gradolewski, Mischa Finke, Matthias Haase, Alexander Hendrich und Oliver Ney.
